Frankfurt:
INFO Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim
>Forderungskatalog
>Veranstaltungen im November 2011

Tag des Offenen Denkmals:

>Aktionen am 11. Sept. 2011

>Download des Offenen Briefes der BI an den Magistrat

incl. Unterschriftenliste (neueste Version 5.12.09)

16.07.09:

Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim"

+++ Presse-Erklärung +++

>Klammheimliche Einigung – Verkauf von Campus Bockenheim unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Rückblick Veranstaltung >>"Studierendenhaus

unterm Hammer?"

BI "Ratschlag Campus Bockenheim":

Kontakt:

Angelika Wahl, Tel. 069 774583

e-mail:rech-wahl@onlinehome.de

Thema:Ratschlag Campus Bockenheim

 

FORDERUNGSKATALOG der Initiativen

Am 25. November, 17 Uhr beginnt im Casino der Stadtwerke (K. Schumacherstraße 10) die Auftaktveranstaltung zu den "Planungswerkstätten" für den Campus Bockenheim. Die Veranstaltung wird mit 40000 flyern an die Haushallte in Bockenheim/ Westend beworben. Nach einem längeren, teils kontroversen Diskussionsprozess haben sich der Verein "Offenes Haus der Kulturen" und "Ratschlag Campus Bockenheim" auf nachfolgenden Forderungskatalog geeinigt, der gestern den TeilnehmerInnen vom "Runden Tisch" (ModeratorInnen, Arning/OB-Büro, Junker/ABG Holding, VertreterInnen von Stadtplanungsamt, Kulturdezernat, Kulturforum, der CDU-und Grünen-Fraktion im Römer, der SPD-Fraktion im Ortsbeirat 2 und dessen Ortsvorsteher Kaufmann) übergeben wurde. Wir werden dieses Grundsatz-Papier auch am 25.11. einbringen und der Presse übermitteln.

 

Die Bockenheimer Bürgerinitiativen "Offenes Haus der Kulturen" und"Ratschlag Campus Bockenheim" erwarten bei einer demokratischen Beteiligung der BürgerInnen an der Planung für den Campus Bockenheim:

 

Transparenz

 

· Der Kaufvertrag zwischen Land Hessen und AGB Holding betrifft öffentliches Eigentum. Er muss offengelegt werden, um die Grundlagen des Planungsprozesses für alle beteiligten Akteure im gleichen Maße transparentzu machen.

· Die Kompetenzen von "Rundem Tisch", "Steuerungsgruppe" und"Planungswerkstätten" müssen klar und einvernehmlich definiert werden. · Ergebnisse der "Steuerungsgruppe", des "Runden Tisches" und der"Planungswerkstätten" müssen dokumentiert und - z.B. über Audiomitschnitte - veröffentlich werden.· Die Bürgerinitiativen werden an den Pressegesprächen der VertreterInnen von Magistrat, Stadtplanungsamt, ABG Holding, Kulturforum zum "Campus Bockenheim" beteiligt.

· Auf der Internetseite www.kulturcampusfrankfurt.de erhalten die Bürgerinitiativen einen eigenen Bereich mit Admin-Zugang und damit die Chance zur bereits zugesicherten Beteiligung an der dort betriebenenÖffentlichkeitsarbeit.

 

Umfassende Informationen

 

· Die bisher angekündigten Themenschwerpunkte für die Planungswerkstätten sind unzureichend. Wir erwarten eine Erweiterung um weitere Planungswerkstätten mit den Themen "Denkmalgeschützte Bauten", "Klimawandel - Auswirkungen auf den Stadtteil und städtebauliche Möglichkeiten" sowie"soziale Einrichtungen auf dem Campus Areal".

· Im Hinblick auf die Bedeutung dieses Großprojekts ist der vorgegebene Zeitplan nicht angemessen: für die Planungswerkstätten muss über Ostern 2012 hinaus Zeit bleiben. Eine Beschlussfassung in der STVV am 28. Juni 2012 und eine anschließende Offenlage während der Sommerpause schränkt die Möglichkeiten der BürgerInnen zur Einsichtnahme und ggf. für die Formulierung von Widersprüchen in unzumutbarer Weise ein.

· Um die Diskussionen des Planungsprozesses durch Fachkompetenz fundiert und unabhängig zu ermöglichen, können die Bürgerinitiativen Gutachter bestellen. Die Kosten werden - nach einem vorher festzulegenden Umfang - vom Magistrat übernommen.

 

Ergebnisoffenheit

 

· Wir verlangen, dass alle Fragen, welche die Rahmenbedingungen sowie den Prozess der Planungen betreffen, ergebnisoffen behandelt werden.

· Die Vorentscheidung der ABG-Holding, einen erheblichen Teil des Areals weiterzuverkaufen, stellt die Arbeit in den Planungswerkstätten unter das Primat der ökonomischen Interessen von potentiellen privaten Investoren. Dies widerspricht dem Ziel einer sozialverträglichen Bebauung inöffentlicher Hand und muss für eine tatsächliche Offenheit des Planungsprozesses zurückgenommen werden.

· Die im "letter of intent" enthaltenen Absichtserklärungen, den Abriss der denkmalgeschützten Gebäude, u.a. eines Studentenwohnheims, betreiben zu wollen, sind inakzeptable Einschränkungen des Planungsprozesses.

· Die Festlegung auf einen Wohnanteil von nur 40% und auf den Bau von Eigentumswohnungen widersprechen einer ergebnisoffenen Planung.

 

Tim Schuster für "Offenes Haus der Kulturen"

Angelika Wahl für "Ratschlag Campus Bockenheim"

Veranstaltungen

Donnerstag, 17. November, 19.30 Uhr, Hörsaal 5, Uni-Hauptgebäude Besetzen lohnt sich - bleiben auch< - Häuser- und Stadtkämpfe seit 1985 In den "Häuserkampf von oben" (Vertreibung, Mieterhöhungen, Umwandlung inEigentumswohnungen, Gentrifzierung usw.) ist gücklicherweise auch Bewegung von unten gekommen. Es sind zahlreiche Initiativen entstanden:MieterInnen-Initiativen, Recht auf Stadt-Gruppen, Gruppen gegen Privatisierungspläne und Großprojekte...

Es gibt viele grundsätzliche Fragen, die alle Initiativen beantworten müssen/sollten und es gibt hoffentlich auch den Wunsch, die unterschiedlichen Initiativen zusammenzubringen, gemeinsame Stategien zuentwickeln.

 

Referenten: Andrej Holm und Wolf Wetzel

 

Sonntag, 20. November, 11 Uhr, Cafe Alte Backstube, Dominikanergasse 7Schatten auf dem "Leuchtturm Kulurcampus" In Bockenheim wird die Diskussion um die Zukunft des Campus-Geländes seitMonaten geführt. Wahrend OB Roth sogar in Shanghai von einem "europaweit ausstrahlenden Kulturcampus" schwärmt, grassiert die Angst vor einer Aufwertung des Stadtteils, vor einer Gentrifizierung. Die Absichtserklärung des künftigen Haupteigentümers ABG Holding zu den zu erwartenden Mietpreisen, zu den denkmalgeschützten Kramerbauten und zum Studierendenhaus stoßen auf zunehmenden Protest.

 

Gesprächspartnerinnen: Ulrike Holler und Angelika Wahl

 

Campus Bockenheim soll ein Ort für alle bleiben.

450 internationale GeographInnen verabschieden Resolution

 

Anlässlich der 6. International Conference of Critical Geography (ICCG), die vom 16. bis 20. August 2011 an der Goethe-Universität Frankfurt stattgefunden hat, haben 450 WissenschaftlerInnen aus über 30 Ländern eine Resolution verabschiedet, die sich für den Erhalt des Campus Bockenheim als einen öffentlichen und demokratischen Ort ausspricht.

Anschließend an ihre Erfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Stadtforschung betonen sie die Wichtigkeit kultureller und sozialer Vielfalt für einen inklusiven und lebendigen Stadtteil. Gemeinsam fordern sie die Schaffung und den Erhalt von bezahlbarem Wohnraum, die Ansiedlung öffentlicher Institutionen sowie offener und partizipativer Räume. Gleichzeitig wiesen sie auf die Gefahr der Gentrifizierung in Bockenheim hin. Unter dem Motto "Krise - Ursachen, Auswirkungen, Reaktionen" diskutierten die TeilnehmerInnen in und um das Studierendenhaus 5 Tage intensiv die Rolle der Wirtschaftskrise für aktuelle Fragen sozialer Bewegungen, Umwelt, Migration, Universität und Politik. Ein besonderer Fokus lag auf der Stadtforschung, die Themen wie Gentrifizierung, Verdrängung und neoliberale Stadtentwicklung in Zeiten der fiskalischen Krise der Städte diskutiert.

 

Professor Bernd Belina, einer der Organisatoren der Tagung, betont: "Für uns war es eine Selbstverständlichkeit, auch die Zukunft des Campus Bockenheim in diesem Kontext mit unseren Gästen zu diskutieren. Unter ihnen herrschte Einigkeit, die Forderungen der Resolution zu unterstützen, weil sie in vielen Städten der Welt den Verlust bezahlbaren Wohnraums und öffentlich zugänglicher Räume beklagen." Die Resolution wurde einstimmig angenommen und wird von der Hoffnung getragen, in der Frankfurter Politik Gehör zu finden.

 

Bei Rückfragen bitte melden bei: Sebastian Schipper, dzudzek@em.uni-frankfurt.de

 

Resolution vorgestellt in der Eröffnungssitzung am Dienstag, den 16.8.2011 16-18 Uhr, diskutiert und verabschiedet in der Abschlusssitzung am Samstag, den 20.8.2011, 13-14 Uhr, während der 6. International Conference of Critical Geography (ICCG) an der Goethe-Universität Frankfurt.

 

Wir, die über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der 6. International Conference of Critical Geography in Frankfurt/Main, tagen auf Einladung derstudentischen Initiative "AK Kritische Geographie Frankfurt" unter anderem im Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim der Goethe Universität. Dies ist möglich, weil dort der Wunsch nach einem Ort wahr geworden ist, an dem"[d]as Glück des unabhängigen Denkens und das Bedürfnis nach Freiheit, das aus ihm folgt, ja mit ihm identisch ist, [...] gelernt und erfahren" werden kann. Max Horkheimer hatte diesen Wunsch 1953 als Rektor der Universität bei der Eröffnung des Studierendenhauses formuliert. Jahrzehntelange Praxis der politischen Kultur und des Austausches von Wissen haben das Studierendenhaus zu einem zentralen demokratischen Ort auf dem Campus und im Stadtteil Bockenheim werden lassen. Kritische Geographinnen und Geographen treten weltweit für solche offenen, demokratischen Orte ein, und wir schätzen es sehr, dass unsere Konferenz an einem solchen Ort stattfinden kann. Dass dieser Ort, die offene Struktur des Campus Bockenheim und seine Bedeutung für den Stadtteil durch die derzeitigen städtischen Planungen bedroht sind, erfüllt uns mit großer Sorge.Als Geographinnen und Geographen aus über 30 Ländern kennen wir städtische Prozesse, wie sie auf dem Campus Bockenheim derzeit zu beobachten sind, aus eigener Forschung oder alltäglicher Erfahrung nur zu gut. Wenn die langjährige Nutzung eines großen städtischen Areals ausläuft, beginnen Debatten um dessen Nachnutzung. Die Neuplanungen - in Zeiten städtischer"Kreativitätspolitiken" immer öfter im Namen der "Kultur" und von privatisierten, halböffentlichen Institutionen vorangetrieben - resultieren häufig in einer Einschränkung des öffentlichen Zugangs, in steigenden Mieten und in der Verdrängung angestammter Bevölkerungsgruppen im Stadtteil. Aus unseren Forschungen und Erfahrungen wissen wir aber ebenfalls, dassAlternativen zu einer solchen exkludierenden Stadtentwicklungspolitik nicht nur wünschenswert, sondern auch möglich und durchsetzbar sind. Stadtplanung und Stadtentwicklung müssen sich nicht den wahrgenommenen Zwängen von Städtewettbewerb und Immobilienmarkt beugen. Stadtentwicklungspolitik kann und muss vielmehr im Dienste der lokalen Bevölkerung betrieben und vorangetrieben werden, insbesondere im Dienste jener, die über geringe finanzielle Mittel und politischen Einfluss verfügen. Deshalb fordern wie die Stadt Frankfurt, vertreten durch die ABG Holding als Käuferin des Campus Bockenheim, auf, die Nachnutzung des Campus Bockenheim in den Dienst der Bürgerinnen und Bürger zu stellen und unterstützen die Forderungen nach:

- dem Erhalt einer weitgehend öffentlich zugänglichen und auf Inklusion bedachten Nutzung, wie sie in den demokratischen Baukonzepten der"Kramerbauten" verkörpert ist und die wir auch im Studierendenhaus erleben durften, - der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen sowie - der Ansiedlung öffentlicher und zivilgesellschaftlicher Institutionen für z.B. Kinderbetreuung, Studierende sowie städtische Kultur in einem weit verstandenen Sinne, etwa in Form eines "Offenen Hauses der Kulturen".

Wir wenden uns gegen eine sozial und historisch selektive Stadtentwicklung und Stadtplanung im Dienste des Profits, die sich eher an internationalen Städterankings als den lokalen Bedürfnissen unterschiedlicher Stadtteilnutzer/innen orientiert. Denn eine solche Stadtentwicklungspolitik kommt vor allem dem wohlhabenden Teil der Stadtbevölkerung zugute und repräsentiert nur einen kleinen Teil dessen, was städtische "Kultur für alle" ausmachen sollte. Angenommen beim Abschlussplenum der 6. International Conference of Critical Geography in Frankfurt am Main am 20. August 2011.

>>Aktionen am 11. September<<
Die Bockenheimer Bürgerinitiativen laden ein zum "Tag des offenen Denkmals" am 11. September ab 12 Uhr auf den Campus Bockenheim (Anlage) , an dem wir u.a. die Forderung nach "Kultur für Alle" aus unterschiedlichen Perspektiven und die Zukunft des Studierendenhauses diskutieren.
Flyer Tag des Offenenen enkmals

Frankfurt, den 12. August 2011:

Presseerklärung zur bevorstehenden Vertragsunterzeichnung zwischen der Stadt Frankfurt, ABG Holding Frankfurt und dem Land Hessen zum Campus Bockenheim

Der Kauf des Campus Bockenheim-Geländes durch die Stadt bietet große Chancen. Bürgerbeteiligung auf Augenhöhe endlich in Angriff nehmen

Anlässlich der anstehenden Unterzeichnung des Vertrags, der die (Wieder)Inbesitznahme der meisten Grundstücke auf dem Areal Campus Bockenheim besiegeln soll, nehmen die Bürgerinitiativen Bockenheims, die zur Umnutzung des Campus Bockenheim aktiv sind Stellung.

Aus den Erfahrungen der bisherigen Grundstückstransaktionen auf dem Campus und der folgenden Bebauungsplanung müssen wir bedauerlicherweise kritische Schlussfolgerungen ziehen

Das Interesse seitens der Stadt und ABG Holding am Engagement der Bürger haben wir bei der ersten Transaktion des Grundstücks am Depot an der Bockenheimer Warte als Enttäuschung erleben müssen. Diese Prozessabläufe decken sich in keinster Weise mit den Beteuerungen nach gewollter Bürgerbeteiligung. Das Gelände neben dem Depot (Sophienstraße / Gräfstraße) wurde im letzten Jahr erworben.

Lehrreich an dem folgenden Prozedere ist nur: So nicht! Der Umgang mit der Planung für dieses Grundstück kann als Prototyp dafür gelten, wie die weiteren Planungsprozesse für das gesamte Areal auf keinen Fall laufen dürfen:

1. Im beschleunigten Bebauungsplanverfahren für das Areal - Parkplatz Depot - wurde die Bebauungsplanung innerhalb weniger Wochen unter Ausschluss der Bürger und ohne jede rechtliche Möglichkeit des Widerspruchs von Seiten der Bürger betrieben und abgeschlossen.

2. Vor dem Architektur-Wettbewerb gab es keinerlei Einbeziehung von Bürgern, um das Briefing für den Wettbewerb abzustimmen. Die Wettbewerbsergebnisse wurden den Bürgern nicht wirklich vorgestellt. Eine Präsentation von Modellen im Stadtplanungsamt während der Weihnachtsferien ohne Ankündigung (wie 2010 geschehen) kann unmöglich als Transparenz in der Planung bezeichnet werden.

3. Seit Beginn dieses Jahres verlangen Bürger und Bürgerinitiativen die Veröffentlichung und Zugänglichmachung der Pläne und Modelle ohne jedenErfolg. Außer öffentlichen Versprechen dies jetzt bald zu tun, ist bisher nichts geschehen.

4. Verlautbarungen wie "Wir bauen hier Wohnungen für den Generaldirektor bis zum Sozialhilfeempfänger" ersetzen keine Planungstransparenz. Es geht umüber 200 Wohnungen in einem Quartier, das unter extremem Mietwohnungsmangel leidet. Der Anteil an hochwertigen Eigentumswohnungen in diesem Neubau-Areal soll (laut Presseaussagen) ein Drittel betragen. Dies verträgt sich nicht mit der öffentlichen Aufgabenstellung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft.

5. Die Positionierung des geplanten Einzelhandels sowie die Sortimentsgestaltung in diesem Baufeld wurde ebenfalls nicht öffentlich dargestellt und jeder Einflussnahme von Bürgern und dem ansässigenEinzelhandel entzogen.fdr

6. Die Politischen Zusagen, dass auf allen Flächen, die unter Einfluss der städtischen Hand mit Wohnungen bebaut werden, ein Anteil von 15% gemeinschaftliches Wohnen ermöglichen sollen, sind bisher nicht erfüllt worden.

Wir erwarten für das weitere Planungsverfahren Transparenz und eine wirkliche Beteiligungsmöglichkeit für die Bürger unseres Stadtteils und der Bürger dieser Stadt von Beginn an. Bürgerbeteiligung, die lediglich den Rahmenschmuck für bereits beschlossene Maßnahmen bietet, lehnen wir ab.Für den jetzt abzuschließenden Kaufvertrag für das Grundstück Bockenheimer Warte bis Georg- Voigt Straße bedeutet das: Klare Aussagen zu der Frage: Zu welchen Bedingungen und mit welchen Festlegung findet der Verkauf statt?

Die Übernahme des größten Teils des Campus Bockenheim Geländes durch die Stadt Frankfurt bietet große Chancen für den Stadtteil und die ganze Stadt.

 

1. Wir begrüßen die Option den Campus Bockenheim zu einem Ort zu machen, wo zahlreiche Institutionen der Kunst und Kultur Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten finden werden. Neben der institutionalisierten Kultur soll der freien Arbeit von Kulturschaffenden Raum gegeben werden. Große Priorität hat für uns gleichzeitig, offene Räume für die gelebte Demokratie zu erhalten und auszubauen. Das Studierendenhaus muss einoffenes Haus bleiben.

2. Der Campus Bockenheim bietet weitere Chancen, die wir in dem Planungsprozess verfolgen werden: In diesem innerstädtischen Areal kann und soll ein Wohnquartier entstehen, dass gerade Menschen mit niedrigem Einkommen weiter in der Stadt leben können. Durch das Schaffen von Wohnraum für Menschen mit niedrigen Einkommen muss dem Prozess der Verdrängung (Gentrifizierung) entgegengewirkt werden. Wenn die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt den Kräften des Marktes überlassen bleibt, wird die Verdrängung der "A's" Armen, Alten, Ausländern, Alleinerziehenden, die in einigen anderen Stadtteilen bereits Realität ist, durch die geplante"Aufwertung" des Stadtteils durch den Kultur-Campus forciert.

3. Gleichzeitig wenden wir uns dagegen, dass die denkmalgeschützten Gebäude auf dem Campus Bockenheim (außer wenn sie einen Barockanteil haben) immer wieder zur Disposition gestellt und als Abrissobjekte gehandelt werden. Auch in dem "Letter of Intent", der dem Verkaufsvertrag vorangestellt wurde, sind diese Bauten erneut nicht geschützt. Die denkmalgeschützten Gebäude der 50iger und 60iger Jahre auf dem Campus Bockenheim sind Zeugnisse des Neubeginns unserer Republik. Sie drücken den freiheitlichen Ansatz der Universität dieser Zeit aus, dessen sich unsere Stadt immer rühmt. Die aus dem Exil zurückgekehrten Professoren Adorno und Horkheimer haben mit der Berufung des in die Emigration gezwungenen Architekten Ferdinand Kramers 1953 als Baudirektor der Universität Frankfurt einen bewussten Schritt gemacht. Diese Denkmäler sind epochebildend. Wir brauchen sie genauso, wie wir diesen Geist der Aufklärung brauchen.

Wir erwarten von der Stadt Frankfurt jetzt die angekündigten Vorschläge zur Bürgerbeteiligung. Diese waren ebenso wie die Planungswerkstätten, deren Form und Inhalt wir mitgestalten wollen, für die Zeit nach den Sommerferien zugesagt.

 

Die Bürgerinitiativen

Initiative Zukunft Bockenheim, Anette Mönich

Offenes Haus der Kulturen, Tim Schuster

Ratschlag Campus Bockenheim, Bianca Riemann

Frankfurt, den 12. August 2011

23. November 2011, Dienstag, 19.00 Uhr

Frankfurt, St. Jakob- Kirche am Kirchplatz in Bockenheim

Initiative Zukunft Bockenheim, Ratschlag Campus Bockenheim - unterstützt von der Evangelischen Gemeinde in Bockenheim und dem Netzwerk gemeinschaftliches Wohnen Frankfurt:

Eine Chance für urbanes, soziales und gemeinschaftliches Wohnen in Bockenheim

ABG Holding und OFB haben das Areal neben dem Depot erworben, um 220 Wohnungen und ein Einkaufszentrum zu bauen. Die ABG ist 100 prozentige Tochter der Stadt Frankfurt, so dass auf diesem Areal Wohnungen für alle Einkommensgruppen unter Berücksichtigung von ökologischen Aspekten gebaut, die soziale und kulturelle Mischung der Wohnbevölkerung verwirklicht werden könnten.

 

Der Planungstand soll (soweit möglich) dargestellt (Initiative Zukunft Bockenheim), der Wohnungsmarkt und die Wohnungspolitik in Frankfurt sollen skizziert (Mieter helfen Mieter / Herr Lutz), das Thema Segregation / Wohnungsmarkt für Migranten soll angerissen (Hasan Cakir, Architekt / Türkisches Volkshaus), die Realisierung von gemeinschaftlichem Wohnen soll beraten werden (Birgit Kasper / Netzwerk Gemeinschaftliches Wohnen Frankfurt). Vorschläge, wie eine demokratische Beteiligung der BürgerInnen am Planungsprozess formuliert und durchgesetzt werden kann, sollen in der Diskussion zusammengetragen werden.

 

Rückfragen: Anette Mönich (Zukunft Bockenheim), Tel. O69 71 91 49 44 Angelika Wahl (Ratschlag Campus Bockenheim), Tel. 069 7745 83

 

24. August 2010: INFO der Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim":

>>FAZ-LINK

>>FR-LINK

 

Hallo,

die Bürgerinitiative "Ratschlag Campus Bockenheim" begrüßt, dass die Hochschule für Musik und darstellende Kunst, die Deutsche Ensemble Akademie, Frankfurt LAB nach Bockenheim ziehen und unseren Stadtteil bereichern. Wir werden dafür eintreten, dass auch freie Theater-und Tanzgruppen auf dem Campus Bockenheim Räume finden. Der Zugang zu diesen kulturellen Angeboten muss sozial Schwachen möglich sein.

Die Aufwertung des Stadtteils darf nicht mit dem Bau teurer Wohnungn einhergehen und eine Gentrifizierung verstärken. Die zukünftigen Studierenden und die Beschäftigten in diesen Einrichtungen brauchen ebenso wie die "Alteingesessenen" bezahlbaren Wohnraum, Einrichtungen für ihre Kinder, öffentliche Räume, Maßnahmen zur Verbesserung des Mikro-Klimas.

 

Wir wollen diese Forderungen verstärkt einbringen und das Angebot vom Leiter des Stadtplanungsamtes D.v. Lüpke aufgreifen: "Den verschiedenden Initiativen, die sich um die Zukunft des Stadtteils nach dem Wegzug der Universität sorgen, will die Stadt entgegenkommen. 'Wir werden uns einer intensiven öffentlichen Diskussion stellen' " (FAZ vom 19.8.)

 

Mit dem Anspruch eines kulturellen Zentrums wäre es unvereinbar, wenn das Studierendenhaus als Ort der Studentenbewegung und demokratischer Initiativen teilabgerissen und ausschließlich von der HfMdK genutzt werden kann.

Mit dem geplanten Abriss vom Philosophikum (Gräfstraße), das als "demokratische Antwort auf die monumentale Architekturinszenierungen der NS-Zeit" (Bartetzko, 2002)von Kramer nach der Rückkehr aus dem Exil konstruiert wurde, wird der Denkmalschutz ignoriert und Geschichte entsorgt. Den Abriss des Philosophikums fördert die Universitätsleitung, indem sie die notwendige Sanierung unterlässt.

 

"Der schlechte bauliche Zustand birgt unkalkulierbare Sicherheits- und brandschutztechnische Risiken, die auch durch kompensatorische Maßnahmen nicht beherrschbar sind. Von der Universität wurde, den Regeln des ordnungsgemäßen Verwaltungshandelns folgend, die gesamte Medienversorgung im Haus (Wasser, Strom und Heizung) stillgelegt ...", schrieb uns Herr Rost (Leiter der Liegenschaftsabteilung) am 10.8.2010.

 

Mit dieser Begründung wird eine Innenbesichtigung des Philosophikums von der Universitätsleitung am "Tag des offenen Denkm als" (12. September)verweigert. Prof. Hilpert, der vor einiger Zeit mit Architektur-Studierenden zwei Räume im Philosophikum renovierte und der ebenso wie Lore Kramer an unseren Veranstaltungen am 12. September teilnehmen will, bleibt die Tür versperrt.

 

Wir werden aktuelle Fotos der Innenräume zeigen, die den skandalösen Zustand des Denkmal-geschützten Gebäudes dokumentieren und an die Aussage von Herrn Müller-Esterl erinnern: "Welches Maß an Geschichtsvergessenheit müssen die Randalierer haben, wenn sie in ihrer Zerstörungswut nicht einmal Halt machen vor einem von den Nazis verfolgten Künstlern?"

Zur Geschichte des Studierendenhausses wird Prof. Claussen vor einer Führung durch das Gebäude referieren. Vortrag und Führung zum Philosophikum übernimmt Prof. Dreysse.

Alternativen zu den aktuellen Planungen für den Campus Bockenheim die Möglichkeiten der zukünftigen Nutzung von Philosophikum und Studierendenhaus werden wir nicht nur thematisieren, sondern mit einem Kulturprogramm praktisch zeigen: Yasna Schindler und independent dance, Künstler aus der Türkei und aus Pakistan, Rios Reisser, die Klezmer-Gruppe "Hejbt on", der Dritte-Welt-Haus-Chor tragen ab 17 Uhr ebenso bei wie Studierende der Hochschule für Musik und darstellende Kunst. Von 14 bis 21 Uhr werden Ausstellungen zum Studierendenhaus und zum Philosophikum zu sehen sein, unsere 16seitige Broschüre zum Philosophikum, für die uns Lore Kramer und DW Dreysse (auch bisher nicht veröffentlichte) Materialien zur Verfügung stellten, kann für 2 Euro erworben werden. Die Teilnahme an unseren Veranstaltungen ist kostenlos.

 

Wer sich an der Vorbereitung beteiligen möchte, ist herzlich zum nächsten Treffen unserer Bürgerrinitiative:

 

Montag, 30. August, 19 Uhr im Studierendenhaus eingeladen.

Herzliche Grüße, Angelika Wahl

 
3. August 2010: INFO der Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim":
Bockenheim - Denkmäler brauchen aktive Bürger
Bedrohte Baudenkmäler

Unter dem Motto "Denkmäler brauchen aktive Bürger" wollen wir gemeinsam mit der Initiative "Zukunft Bockenheim" das Studierendenhaus als Ort demokratischer Initiativen und und das Philosophicum als architektonischer Entwurf für die Demokratisierung in Lehre und Forschung präsentieren.

Als kompetente Referenten stehen uns Prof. Detlev Claussen und Prof. DW Dreysse zur Seite. Sie werden die Bedeutung der beiden, von Abriss, bzw. Teilabriss bedrohten Gebäude darstellen und eine Führung anbieten. Alternativen zu den aktuellen Planungen für den Campus Bockenheim, die Möglichkeiten der zukünftigen Nutzung von Philosophicum und Studierendenhaus werden wir nicht nur thematisieren, sondern mit einem bunten Kulturprogramm praktisch zeigen: Yasna Schindler und independent dance, Künstler aus der Türkei und aus Pakistan, Rios Reisser, die Klezmer-Gruppe "Hejbt on" tragen ebenso bei wie Studierende der Hochschule für Musik und darstellende Kunst. Von 14 bis 21 Uhr werden Ausstellungen zum Studierendenhaus und zum Philosophicum zu sehen sein, die 16seitige, druckfrische Broschüre zum Philosophicum, für die uns Lore Kramer und DW Dreysse (auch bisher nicht veröffentlichte) Materialien zur Verfügung stellten, kann erworben werden. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl unserer Gäste zu sorgen.

 

23. Juni 2010: INFO der Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim":

Treffen der Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim"

Das nächste Treffen unserer Initiative findet am Montag, 28. Juni 2010, 18.30 Uhr, im "K2", Studierendenhaus / Campus Bockenheim statt. Auf der Tagesordnung u.a.: Vorbereitung der Benefiz- und Infoveranstaltung am "Tag des offenen Denkmals", dem 12. September 2010.

Die Forderungen der Bockenheimer Bürgerinitiativen nach einem kulturellen Schwerpunkt auf dem Campus Bockenheim, nach dem Umzug der Hochschule für Musik und darstellende Kunst an die Bockenheimer Warte scheinen mittlerweile auch in der hessischen Landesregierung angekommen zu sein. (s. FR-Artikel)

Wir treten darüberhinaus für den Bau von bezahlbaren Wohnungen, für nachhaltige Verbesserung des Kleinklimas, gegen den geplanten Abriss, bzw. Teilabriss von denkmalgeschützten, historisch bedeutenden Gebäuden und wie dem Studierendenhaus und dem Philosophicum ein und schlagen deren Umnutzung nach dem Wegzug der Universitäts-Institute vor.

Wir wollen diese beiden Gebäude am "Tag des offenen Denkmals", dem 12. September 2010 durch Vorträge, Ausstellungen, Führungen präsentieren, ihre Nutzungsmöglichkeiten bei einer bunten Kulturveranstaltung im Studierendenhaus aufzeigen und den Wunsch nach einem "Kultur-Campus-Bockenheim" stärken. http://lfdh.db.rjm.de/Tag_des_offenen_Denkmals/

Musiker, Tänzer, Theatergruppen, Artisten... sind herzlich zu dieser Benefiz-Veranstaltung eingeladen und können sich ab sofort unter der Telefonnummer: 069 774583 oder auf dem elektronischen Weg melden. Initiativen, Organisationen, die die geplante Veranstaltung - auch ohne einen eigenen kulturellen Beitrag - grundsätzlich unterstützen wollen, sind selbstverständlich ebenso willkommen.

17. Mai 2010: INFO der Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim":

Am kommenden Donnerstag, 20. Mai,

18 Uhr findet die "2. Dialogveranstaltung"

vom Stadtplanungsamt Frankfurt zum Campus Bockenheim in der "Feuerwache" am Kurfürstenplatz, Schwälmerstraße 28 statt.

 

Bei der 1. Veranstaltung wurden die Forderungen der Bürgerinitiativen "Ratschlag Campus Bockenheim" und "Zukunft Bockenheim" von der überwiegenden Mehrheit der TeilnehmerInnen unterstützt: Erhöhung des Wohnungsanteils und gleichzeitige Reduzierung des Büro-und Gewerbeanteils bezahlbare Wohnungen, auch für alternative Wohnformen Grünflächen auf dem Campus Bockenheim und weiteren Maßnahmen zur Verbesserung des Mikro-Klimas Umzug der HfMdK an die Bockenheimer Warte, Erhalt historischer Gebäude wie Studierendenhaus, Dondorf-Druckerei, Philosophikum und Nutzung /Umnutzung für kulturelle und soziale Einrichtungen. Kinder-und Jugendeinrichtungen

 

Die konkreten Vorschläge und kritischen Anmerkungen sind nachzulesen unter:

http://www.stadtplanungsamt-frankfurt.de/dialogveranstaltungen

__ehemaliger_campus_bockenheim_8242.html

?psid=89d693225d2fd6f3347fcbd4fb8ba297

 

Am nächsten Donnerstag wird sich zeigen, ob und inwieweit der Rahmenplan für die zukünftige Bebauung entsprechend verändert wurde und damit ein Konflikt zwischen der Stadt Frankfurt und der Koch-Regierung absehbar ist.

 

Die hessische Landesregierung setzt sich in ihren bisherigen Äußerungen und parlamentarischen Abstimmungen über die Wünsche und Vorschläge der BürgerInnen hinweg:

Am 17. März erklärte Wissenschafts-Ministerin Hörmann im Wissenschaftsausschuss vom Hess. Landtag auf einen Antrag der Grünen zum Umzug der HfMdK nach Bockenheim nicht etwa, dass Bildung für sie erste Proirität hat, sondern:"Eine Verlagerung der Hochschule in die Nähe des Bockenheimer Depots ist unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten voraussichtlich nicht möglich." Ebenfalls abgelehnt wurde der Antrag der Grünen nach einer Garantie für die Erhaltung vom Studierendenhaus im Haushaltsausschuss des Landtages am 21. April. Es soll dem zukünftigen Eigentümer überlassen bleiben, ob und in welchem Umfang dieses Gebäude erhalten bleibt, wie es genutzt wird. Der Vorschlag der Linkspartei im Hess. Landtag, weitere Denkmal-geschützte Gebäude wie die Universitätsbibliothek, das Philosophikum, das Studentenwohnheim an der Bockenheimer Warte aus dem Verkaufspaket herauszulösen, würde völlig übergangen.

 

Die Landesregierung setzt sich mit diesen Entscheidungen über die Wünsche und Vorschläge der BürgerInnen hinweg, ihr geht es um ökonomische Interessen und weniger um Bildung, Kultur und soziale Einrichtungen für Alle. Mit der "Vermarktung" des Campusgeländes will sie möglichst viel Kapital für die Stiftungsuniversität erzielen. Es wird verschwiegen, dass die Frankfurter Universität, eine Stiftung der Frankfurter Bürgerschaft, jahrzehntelang im Besitz der Stadt Frankfurt war und von ihr finanziert wurde, dass der Campus Bockenheim dem Land Hessen kostenlos überlassen wurde und nun öffentliches Eigentum privatisiert werden soll.

Es gilt, in die öffentliche Diskussionen einzugreifen und die Forderung nach einem "Campus für Alle" in den Mittelpunkt zu stellen.

5. Mai 2010, Mittwoch, 19.30 Uhr

Frankfurt, Campus Bockenheim, Studierendenhaus, Festsaal

BI Ratschlag Campus Bockenheim:

Campus für alle!
Campus für alle!
 

27. Februar 2010:

Frankfurter Rundschau "Campus Bockenheim - Wohnen bei den Philosophen

Von Kim Behrend

Im Römer beschwören CDU und Grüne den Dialog. Wenn es aber um die Zukunft des Bockenheimer Universitätsgeländes geht, scheuen sie ihn. Weder die Stadt noch das Land Hessen schickten einen ihrer Entscheidungs-träger zum Diskussionsabend der Bürgerinitiative Ratschlag Bockenheim. ... " >>Mehr

 

26. Februar 2010:

Info der Bürgerinitiative „Ratschlag Campus Bockenheim":

"Hallo, die gestrige Veranstaltung unserer Bürgerinitiative "Ratschlag Campus Bockenheim" war ein guter Auftakt für weitere Aktivitäten: von den 280 Plätzen im Hörsaal H waren 2/3 (von ca 180 Gäste) besetzt, die Beiträge von Prof. Susanne Heeg, Willy Müller und Prof. DW Dreysse waren eine große Bereicherung und tragen erheblich zur inhaltlichen Klärung bei. In zahlreichen Wortmeldungen brachten die TeilnehmerInnen - u.a. auch Prof. Lore Kramer - Vorschläge zur Nutzung des Campus Bockenheims, zur kurfristigen Nutzung des Philosophicums für "Kreative" und zur Bürgerbeteiligung ein. In seinem Schlusswort erinnerte DW Dreysse an Aktionen wie Demonstrationen und Instandbesetzungen bei Stadtplanungen, die Vertreterin von "Ratschlag Campus Bockenheim" verwies auf die Aktivitäten einer Bockenheimer Bürgerinitiative, die den Abriss vom Bockenheimer Depots in den achtziger Jahren erfolgreich verhinderte.

 

Wir werden bei unserem nächsten, öffentlichen Treffen am Donnerstag,

4. März, 18 Uhr, im Raum K1/ Studierendenhaus (Campus Bockenheim )u.a. über Ideen - zur Fortsetzung unserer Unterschriftenkampagne - zu einer Ausstellung "Kramer-Bauten auf dem Campus Bockenheim" - zu einer Aktion beim Verkauf von Inventar des Philosophicums am 16. April - zur Teilnahme an "Bürgerrunden" in parlamentarischen Gremien und div. Diskussionsforen (s. heutige FR "Die große Debatte") - zu einer kulturellen Veranstaltung mit der "Hochschule für Musik und darstellende Kunst" in Bockenheim - zu einer Veranstaltung "Erfahrungen im Hamburger Gängeviertel" beraten.

 

Um diese Ideen diskutieren und ggf. umsetzen zu können, brauchen wir vielfältige Unterstützung.

Mit freundlichem Gruß, Angelika Wahl (069 774583)

P.s.: Allen, die uns im Vorfeld und /oder bei der Veranstaltung am 25.2. unterstützten, danke ich herzlich!"

 

30. Januar 2010:

Einladung der Bürgerinitiative „Ratschlag Campus Bockenheim":

 

Nach jahrelangen Verhandlungen soll der Verkauf des Universitätsgeländes „Campus Bockenheim“ im Jahr 2010 zwischen dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt getätigt werden und neu entwickelt werden. Bürger und Bürgerinnen setzen sich seit Monaten für eine sinnvolle Nutzung und Bebauung des Areals ein, dazu zählen:

 

· Bezahlbarer Wohnungsraum für Familien

· Wohnungen für Studenten und Studentinnen

· Erhalt und Umnutzung denkmalgeschützter Bauten wie Philosophicum und Studierendenhaus

· Neubau der Hochschule für Musik und darstellende Künste

· Großzügige Grünflächengestaltung und weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Mikroklimas

 

Zur Vorbereitung einer öffentlichen Veranstaltung am 25. Februar und zur weiteren Mitarbeit in der BürgerInneninitiative freuen wir uns über jede Unterstützung.

 

Nächstes öffentliches Treffen:

Donnerstag, 4. Februar 2010, 18.30 Uhr

Campus Bockenheim/ Studierendenhaus, 1. Stock - K 2

Marianne Koester (Tel. 069 / 771782) Angelika Wahl (Tel. 079 / 774583)

Varrentrappstr. 67

 

25. Januar 2010:

INFO der Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim":

Ankündigung Veranstaltung:

 

Für den Campus Bockenheim:

- Bezahlbare Wohnungen

- Bildungs-, kulturelle und soziale Einrichtungen

 

In den nächsten Monaten soll das Areal vom Campus Bockenheim verkauft werden. Wir, die BI „Ratschlag Campus Bockenheim“, kritisieren den geplanten Abriss von denkmalgeschützten Gebäuden, sowie den Bebauungs- und den Rahmenplan und stellen Alternativen vor.

 

Prof. Dr. Heeg (J.W. Goethe-Uni):

Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf den Immobilienmarkt in Frankfurt Willi Müller (Amt für Wohnungswesen):

Wohnungssituation in Frankfurt

Jessy Castro de Merino (AStA der Goethe-Uni):

Wohnraumnot bei Studierenden

Prof. DW. Dreysse (Architekt, Städtebaubeirat):

Möglichkeiten der Umnutzung vom Kramerbau „Philosophicum“

 

Ehrengast: Frau Prof. Lore Kramer

 

Do. 25. Febr. 2010, 19.30 Uhr

altes Uni-Hauptgebäude, Raum HH, Mertonstraße

 

Bürgerinitiative „Ratschlag Campus Bockenheim“

Unterstützt von: ASTA der J.W. Goethe-Uni, ASTA der Hochschule für Musik und darstellende Kunst, attac Ffm, Dondorf Initiative, Freunde Bockenheims e.V., GEW BV Frankfurt, KunstGesellschaft, Mitgliedern von: Bündnis 90/ Die Grünen, Die Linke, SPD

 

In Frankfurt werden Wohnungen zur Mangelware!

Das stellte auch die IHK im Dez. 2009 in ihrer Studie "Die Bau- und Immobilienwirtschaft in Frankfurt/Rhein-Main" fest.

Im Raum Frankfurt/Rhein-Main werden immer weniger Wohnungen fertig gestellt, während die Zahl der Bevölkerung und die der Haushalte weiter zunimmt. Der Geschoss-wohnungsbau, auf den vor allem Haushalte mit niedrigen Einkommen angewiesen sind, geht weiter zurück. Mit der Verknappung des Wohnungsangebotes steigen die Mieten, betroffen sind nicht nur Wohnungssuchende, sondern alle Mieter, die auf bezahlbare Preise angewiesen sind.„Soziale Spannungen sind vorprogrammiert“ (Mieterbund-Präsident Rips in der FR vom 1.1.2010), wenn bei der Stadtplanung nicht alle Möglichkeiten für verstärkten, sozialen Wohnungsbau ausgeschöpft werden. Eine große Chance bietet das Areal vom Campus Bockenheim (von Sophienstraße bis Georg Voigt-Straße und zwischen Gräfstraße und Zeppelin-Allee, Senckenberg- Anlage), auf dem 17ha neu bebaut werden sollen. Hier könnten bezahlbare Wohnungen für Familien und Studierende, generationsübergreifende, genossenschaftliche Wohnprojekte entstehen und notwendige, an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientierte Alternativen entwickelt werden. Campus Bockenheim für alle!

 

Die Bürgerinitiative „Ratschlag Campus Bockenheim“ verlangt ein Nutzungskonzept, das an den Bedürfnissen und Interessen der Frankfurter BürgerInnen orientiert ist! Die Stadt Frankfurt muss die Bauprojekte auf dem ehemaligen Campus unter den Aspekten der Umweltverträglichkeit und Lebensqualität entwickeln. Dazu gehört eine soziale, kulturelle, bildungs- und freizeitbezogene Infrastruktur.

 

Wir fordern:

·bezahlbaren Wohnraum für Familien

·Wohnungen für Studenten und Studentinnen

·Öffentliche Räume für Kinder und Jugendliche

·Erhalt denkmalgeschützter Bauten

·Neubau der Hochschule für Musik und darstellende Künste·großzügige Grünflächengestaltung·Verkehrsberuhigung

 

BI „Ratschlag Campus Bockenheim“

V.i.S.P.: A. Wahl, Varrentrappstraße 67, 60486 Ffm, Tel. 069 7745893

>Flyer downloaden

 

25. Januar 2010:

Magistratsberichte zu Campus Bockenheim

B 40 vom 15.01.2010

B 41 vom 15.01.2010

 

22. Januar 2010, FAZ Artikel:

Campus Westend

Stadt sieht verzögerten Uni-Umzug gelassen

Von Rainer Schulze

"Der um bis zu drei Jahre verzögerte Umzug einzelner Fachgebiete und der Bibliothek vom Frankfurter Universitätscampus Bockenheim ins Westend werde keine negativen Folgen für Bebauung und Kauf des frei werdenden Areals haben: Diese Ansicht vertreten Stadtplaner und die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG Holding. „Es gibt bisher keine konkreten Vorhaben, die durch die Verzögerung in Frage gestellt würden“, sagte Planungsamtsleiter Dieter von Lüpke." >>www.faz.net

 

19. Dezember:

INFO der Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim":

"Die Frankfurter Lehrerzeitung der GEW setzt sich in der aktuellen Ausgabe mit der Bildungsmisere an Schulen und Hochschulen, mit dem Bildungsstreik auseinander, u.a. ist der nachfolgende Beitrag von Prof. Thomas Sablobwski (FB Gesellschaftswissenschaften, wiss. Beirat von attac) abgedruckt: http://www.gew-frankfurt.de/index.php?id=354

Seine Feststellung "Heute dagegen ist die Verwandlung der staatlichen Universität in eine Stiftungsuniversität nichts anderes als Diebstahl öffentlichen Eigentums." möchte ich ergänzen: Dieser Raub öffentlichen Eigentums wird fortgesetzt durch den geplanten Verkauf vom Campus Bockenheim, mit dem die privatisierte Uni finanziert werden soll.

Noch gibt es - wenn auch geringe Chancen - für Interventionen und die Möglichkeit, den Protest der Studierenden mit außeruniversitärem Widerstand zu verbinden:

die Bürgerinitiative "Ratschlag Campus Bockenheim" trifft sich am 7. Januar, 18.30 Uhr, im Studierendenhaus (Campus Bockenheim)

Gäste sind herzlich willkommen.

Mit den besten Wünschen für erholsame Feiertage grüßt aus Bockenheim Angelika Wahl

P.s.: der Aufruf im Anhang wurde mittlerweile von 1200 Menschen unterzeichnet, weitere Unterstützung ist willkommen!

9. November:

INFO der Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim":

Nächstes Treffen:

12. November, 18.30 Uhr im Studierendenhaus, Campus Bockenheim, Raum K1

"Seit einem Jahr thematisiert die Bürgerinitiative "Ratschlag Campus Bockenheim" in öffentlichen Veranstaltungen und mit Unterschriftensamlungen den Verkauf dieses Areals, mit dem das Eigenkapital der "Stiftungsuniversität" aufgebessert werden soll."

 

Themen des Treffens:

"Wir informieren über die parlamentarischen Anträge, die im Ortsbeirat 2, im Planungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung zum Verkauf vom Campus Bockenheim und zur zukünftigen Bebauung gestellt wurden, bzw. im Hessischen Landtag möglicherweise noch gestellt werden.

Die Auswertung und Fortsetzung der Unterschriften-Sammlung stehen ebenso zur Diskussion wie Veranstaltungen zur Wohnraum-Not und zur Nutzung / Zwischennutzung leerstehender Gebäude (u.a. Philosophicum) auf dem Campus Bockenheim.

JedeR, der die Entwicklung dieses Stadtteils beeinflussen möchte, ist herzlich eingeladen."

 

26. Oktober:

INFO der Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim":

Die Bürgerinitiative "Ratschlag Campus Bockenheim" hat in den vergangenen Wochen eifrig Unterschriften zum "Offenen Brief an den Magistrat" gesammelt (s. Anlage) und dabei mehr als 800 Einzelgespräche geführt.

Auch bei der "Infobörse für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen" in den Römerhallen erfuhren wir reges Interesse.

Gelegenheiten wie der "Bildungsstreik" am 17. November können ebenfalls für eine Unterschriftensammlung genutzt werden.

 

26. Oktober:

INFO der Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim":

Die Planung für den Campus wird bei der nächsten öffentlichen Sitz vom Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau am 2.11., 17 Uhr im Frankfurter Römer, Bethmannstraße 3, 3. Obergeschoss, Sitzungssaal 307 in mehreren Tagesordnungspunkten zur Diskussion vorgestellt:

 

ToP 7.3 "Niedrige Wohnungsmietpreise und gemeinschaftliches Wohnen auf dem Gelände des ehemaligen Campus Bockenheim"

ToP 7.4 "Unigelände Bockenheim (1): Städtebauliches Leitkonzept ..."

ToP 8 "Zukünftiges Zentrum der Musik und des Tanzes auf dem Gelände des Bockenheimer Depots"

ToP 9 "Bebauungsplan Nr. 569 Campus Bockenheim im Rahmen eines Runden Tisches mit der Bevölkerung und den gesellschaftlichen Gruppierungen des Ortsbezirkes diskutieren"

 

Nähere Informationen sind zu finden unter: http://www.stvv.frankfurt.de/parlis/TO-A-PB.htm

BürgerInnen können sich in der Bürgerinnen-und Bürgerrunde mit Hinweis auf die o.e Tagesordnungspunkte zu Wort melden und dabei auch auf den Bericht von Frau Stadträtin Dr. Rottmann "Klimawandel und Stadtplanung; Vorstellung der Inhalte des Klimaplanatlasses" eingehen, in dem Bockenheim als besonders belastetes Gebiet dargestellt wird.

 

 

 
21. Oktober:

DGB-Regionalkonferenz unterstützt Ratschlag Campus Bockenheim

Dem beschlossenen Auftragspapier "Rekommunalisierung" läßt sich entnehmen:

 

"Bürgerbeteiligung bei der Planung vom Campus Bockenheim

Bis zum Jahr 2014 soll die J. W. Goethe-Universität ihren Standort in Bockenheim räumen; spätestens dann wird eine ca.17 ha große Fläche zwischen Sophienstraße und Ge-org-Voigtstr. neu entwickelt. Der Frankfurter Magistrat beabsichtigt eine aufwändige Be-bauung mit vorwiegend (70 %) Büro- und Gewerbeflächen, sowie Hotelhochhäusern (s. Bebauungsplan 569).

Der DGB und die Einzelgewerkschaften setzen sich für ein Nutzungskonzept ein, das an den Bedürfnissen und Interessen - sprich an dem Gemeinwohl – der Frankfurter BürgerInnen orientiert ist!

Die J.W. Goethe-Uni wurde mit den Geldern der Frankfurter BürgerInnen gegründet und wird bis heute durch Steuergelder finanziert.

Der DGB und die Einzelgewerkschaften beteiligen sich in einem ersten Schritt aktiv an einer Unterschriftensammlung der Initiative „Ratschlag Campus Bockenheim“, mit der eine notwendige Bürgerbeteiligung erreicht werden soll.

Darüber hinaus bereitet der DGB eine Veranstaltung zu „Wohnungsbau - Wohnraumnot in Frankfurt“ vor, zu der VertreterInnen des AStA der J.W. Goethe Uni, einer Baugenossenschaft (z. Bsp. „Fundament“) ebenso wie der Planungsdezernent Schwarz und Junkers von der ABG holding eingeladen werden."

>>Mehr

 

23. September 2009:

INFO der Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim":

Nächstes Treffen der Bürgerinitiative am

6. Oktober, 18.30 Uhr im Raum K1, Studierendenhaus, Campus Bockenheim.

Folgende Themen schlagen wir vor: *Erfahrungen und Stand mit der Unterschriftensammlung und weiteres Vorgehen *Veranstaltung zur Wohnraum - situation/not *Bericht über den Besuch beim Umweltamt *Nächste kommunale Termine

In der Anlage: >Nachbarschaftsbrief Bockenheim + Einladung

In der Anlage: >Die aktualisierte Liste der ErstunterzeichnerInnen für den "Offenen Brief" an den Magistrat zum Sammeln von Unterschriften

 

23. September 2009:

Frankfurter Rundschau:" Scharmützel umsonst

Der Runde Tisch für die Zukunft des alten Uni-Campus Bockenheim ist vom Tisch." Von Kim Behrend

>>www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/frankfurt/1965370_Frankfurter-Universitaet-Scharmuetzel-umsonst.html

Leserbrief:

"Im Bockenheimer Ortsbeirat gehen die Uhren rückwärts!

Seit Jahren beraten im Gallus parteilose Bürger, Vertreter von Initiativen und Stadtteileinrichtungen, Kommunalpolitiker an einem "Runden Tisch" über die Entwicklung ihres Stadtteils und stellen - durchaus erfolgreich - gemeinsame Forderungen.

Im Planungsausschuss vom Römer plädierten U. Baier (Bündnis 90/ Die Grünen), G. Dürr (SPD) bereits vor den Sommerferien für einen "Runden Tisch", bei dem die zukünftige Bebauung für den Campus Bockenheim nach dem endgültigen Wegzug der Universität diskutiert werden könnte. Professoren der Uni und der FH, Künstler, Gewerkschafter, Pfarrer und zahlreiche Nachbarn vom Campus verlangen ebenfalls ein Mitbestimmungsrecht der BürgerInnen und unterstützen die Forderungen der Bürgerinitiative "Ratschlag Campus Bockenheim" nach einer Planung, die den sozialen, kulturellen, bildungs-und freizeitbezogenen Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht wird.

Der Leiter vom Stadtplangsamt Lüpke erwartet, dass die Bürgerinnen und Bürger in den Planungsprozess einbezogen, dass sie "nicht als Objekte pflichtgemäßer Information betrachtet" werden, "sondern als Teilhaber und Akteure von Planung und Stadtumbau". "Bürgerschaftliche Aktivitäten" müssen angeregt und unterstützt werden, "um die gesellschaftlichen Veränderungsprozesse zu ermöglichen und abzusichern," schreibt er 2008 in einer Wüstenrot-Veröffentlichung.

Solche Vorstellungen von Bürgerbeteiligung scheinen im Bockenheimer Ortsbeirat (bis auf Ausnahme der "Freien Wähler" und der "Linkspartei") noch nicht angekommen zu sein. Treffend charakterisiert J. Elfner-Storck (SPD-Fraktion im OB 2) dieses Gremium als "unbeweglich und träge". Frischer Wind ist dringend nötig, damit diese VolksvertreterInnen ihre zentralen Aufgaben nicht verschlafen." Angelika Wahl

 

15. September 2009:

INFO der Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim":

"Am kommenden Montag, 21. September, 19 Uhr stehen 3 Anträge zum Campus Bockenheim und 1 allgemeiner Antrag zu "Runder Tisch" auf der Tagesordnung vom Ortsbeirat 2, der auf dem Uni-Campus Westend, Hauptgebäude 1. OG, Eisenhower-Konferenzraum 1.314. tagt. http://www.stvv.frankfurt.de/parlis/TO-O-2.htm

Auch Fragen und Anregungen, die nicht auf der Tagesordnung stehen, können in der Bürgerfragestunde vorgetragen werden. So könnte beispielsweise die skandalöse Wohnraumnot der Studierenden thematisiert und die Umnutzung des"Philosophikums" für Wohnen vorgeschlagen werden.

http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/frankfurt/1937580_S tudieren-in-Frankfurt-Weinend-auf-Wohnungssuche.html

 

Auch wenn entsprechende Redebeiträge noch keine Veränderungen bewirken: die anwesende PressevertreterInnen greifen in der Regel die kritischen Anmerkungen von BürgerInnen auf."

4. September 2009:

INFO der Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim"

Das nächste Treffen der Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim" ist am Montag, 15. September, um 18 Uhr

im Studierendenhaus (K1 1. Stock), Campus Bockenheim.

 

"Vergangenen Samstag fiel der Startschuss für die Unterschriftensammlung "Bei der Planung und Gestaltung vom Campus Bockenheim wollen wir mitbestimmen". Einige VertreterInnen unserer Initiative haben beim Straßenfest auf der Leipziger Straße und beim Rotlintfest eifrig geworben, mittlerweile haben auch einige namhafte Persönlichkeiten ihre Unterstützung bekundet (s. >aktualisierter Aufruf im Anhang). Allerdings: unterschreiben und zusätzlich konkrete Kleinarbeit zu leisten, das ist keine Selbstverständlichkeit. Wir brauchen nicht nur viele Unterschriften, sondern auch mehr Menschen, die sich kontinuierlich einbringen. "

>Hier aktualisierten Aufruf + Unterschriftenliste downloaden!

28. August 2009:

INFO der Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim":

Am vergangenen Montag beschloss der Ortsbeirat 2 einstimmig, den Umzug der Hochschule für Musik und darstellende Kunst nach Bockenheim zu unterstützen und so im Bereich des Bockenheimer Depots ein kulturelles Zentrum zu fördern.

28. August 2009:

INFO der Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim":

Am kommenden Montag (31. August) steht im Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau um 17 Uhr ebenfalls der Magistratsbericht B 463 und ein Antrag der Linken zur Bürgerbeteiligung auf der Tagesordnung im Römer (Sitzungssal 307, Bethmannstraße 3) auf der TO. >>http://www.stvv.frankfurt.de/parlis/TO-A-PB.htm - Gäste können sich bei dieser öffentlichen Sitzung in der Bürgerrunde (ToP, 6, 72, 86) zu Wort melden.

18. August 2009:

Offener Brief

 

Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim"

-----------------------------------------------------

An den Magistrat der Stadt Frankfurt!

 

Bei der Planung und Gestaltung vom Campus Bockenheim wollen wir mitbestimmen!

 

Bis zum Jahr 2014 soll die J. W. Goethe-Universität ihren Standort in Bockenheim räumen, spätestens dann wird eine ca.17 ha große Fläche zwischen Sophienstraße und Voigtstr. neu entwickelt. Der Frankfurter Magistrat beabsichtigt eine aufwändige Bebauung mit vorwiegend (70 %) Büro-und Gewerbeflächen, sowie Hotelhochhäusern (s. Bebauungsplan 569).

Wir wollen ein Nutzungskonzept, das an den Bedürfnissen und Interessen – sprich an dem Gemeinwohl der Frankfurter BürgerInnen - orientiert ist! Die J.W. Goethe-Uni wurde mit den Geldern der Frankfurter BürgerInnen gegründet und wird bis heute durch unsere Steuergelder finanziert. Die Stadt Frankfurt muss die Bauprojekte auf dem ehemaligen Campus unter den Aspekten der Umweltverträglichkeit und Lebensqualität entwickeln. Dazu gehört eine soziale, kulturelle, bildungs- und freizeitbezogene Infrastruktur.

 

Wir fordern:

- bezahlbare Wohnungen für Familien, altersübergreifende und betreutes Wohnen, genossenschaftliche Wohnanlagen,

- Soziale Einrichtungen für Kinder und Jugendliche; Erhalt der KiTa im Studierendenhaus

- Erhalt des Studierendenhauses als Zentrum für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen mit kulturellen Angeboten

- Erhalt und öffentliche Nutzung von historisch und architektonisch bedeutsamen Gebäuden wie Dondorf-Druckerei und Kramer-Bauten (u.a. Philosophikum)

- Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung des Mikro-Klimas (u.a. Grünflächen, Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs)

- Entwicklung eines kulturellen Zentrums im Bereich des Bockenheimer Depots für Tanz-, Theater und Musikgruppen

 

Der Campus Bockenheim darf kein Spekulationsobjekt sein!

 

>Download des Offenen Briefes incl. Unterschriftenliste

 

Ausgefüllte Listen an: Marianne Köster, Varrentrappstraße 67, 60 486 Frankfurt

 

16.07.09:

Info der Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim"

+++ Presse-Erklärung +++

Klammheimliche Einigung – Verkauf von Campus Bockenheim unter Ausschluss der Öffentlichkeit

 

Wir sind empört. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit haben Investoren und Landesregierung einen Kaufvertrag für das Gebiet Uni-Campus-Bockenheim ausgehandelt.

 

Weder in den letzten Sitzungen vom Hessischen Landtag noch im Planungsausschuss der Stadt Frankfurt oder in der Stadtverordnetenversammlung wurden die Bedingungen für den Verkauf dieses öffentlichen Eigentums diskutiert, konkrete Verkaufstermine und Investoren wurden trotz wiederholter Anfragen nicht benannt.

In der Ferienzeit, also genau dann, wenn die parlamentarischen Gremien nicht arbeiten, kommt die Information: Land und Investoen sind sich einig, der Verkauf des Unigeländes Campus Bockenheim an die ABG, Frankfurter Holding und an die OFB-Projektentwicklungsgesellschaft sind so gut wie perfekt.

 

Seit 5 Jahren wurden der Hessische Landtag, der Magistrat, die Stadtverordnetenversammlung und der Ortsbeirat 2 in Frankfurt wiederholt aufgefordert, den Planungsprozess zur Bebauung des Campus Bockenheim in Kooperation mit den Bürgern und Bürgerinnen der Stadtteile Bockenheim/Westend aufzunehmen. Vergeblich.

Das, was zur Zeit an Bebauungsplanung vorliegt, lehnen BürgerInnen, Studierende, viele Vereine und Initiativen ab.

 

Es darf keine weitere Niederräder Bürostadt mit 26-geschössigen Hochhäusern geben, die nur Spekulanten und Immobilienhändlern nützt.

Wir fordern, dass für die künftige Gestaltung vom Campus-Bockenheim Umweltverträglichkeit und Lebensqualität im Vordergrund stehen. Deshalb ist der geplante Büroanteil von 70% radikal zu kürzen zugunsten bezahlbarer, familiengerechter Wohnungen und großzügiger Grün- und Bewegungsflächen. Die vorgesehene Geschossfläche in Höhe von 330 000 Quadratmeter muss erheblich gesenkt werden, die Bebauung muss die Ergebnisse des Frankfurter Klimaplan Atlas berücksichtigen.

 

Die Bürgerinitiative „Ratschlag Campus Bockenheim“ fordert in ihrem Aufruf:

Beteiligung der BürgerInnen an Planung und Entwicklung des Campus-Geländes

- bezahlbare Wohnungen für Familien, altersübergreifendes und betreutes Wohnen, genossenschaftliche Wohnanlagen,

- Soziale Einrichtungen für Kinder und Jugendliche; Erhalt der KiTa im Studierendenhaus

- Erhalt des Studierendenhauses als Zentrum für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen mit kulturellen Angeboten

- Erhalt und öffentliche Nutzung von historisch und architektonisch bedeutsamen Gebäuden wie Dondorf-Druckerei und Kramer-Bauten (u.a. Philosophikum)

- Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung des Mikro-Klimas (u.a. Grünflächen, Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs)

- Entwicklung eines kulturellen Zentrums im Bereich des Bockenheimer Depots für Tanz-, Theater und Musikgruppen

 

Zum „Ratschlag Campus Bockenheim“ gehören u.a. parteilose Frankfurter BürgerInnen, VertreterInnen der AG Westend, des ASTA der J.W. Goethe-Uni und der Uni-KiTa, von attac Ffm, Dondorf Initiative, Freunde Bockenheims, GEW, ID Frankfurt, Initiative gegen Privatisierung, irischer Tanzkreis, Mitglieder der Linken und der SPD. Sie wird von vielen Einzelpersonen, wie Prof. Dr. Nonnenmacher (FB Gesellschaftswissenschaften in der J.W. Goethe-Uni), Prof. Reiner Diederich (Kunstgesellschaft), Olaf Gruss (DGB-Jugend), Wolfgang Spielvogel (Regisseur), Karola Stötzel (GEW) unterstützt.

 

Kontaktadressen:

Marianne Köster, Varrentrappstraße 67, 60 486 Frankfurt, Tel. 069 7717 82,

e-mail marianne.koester@t-online.de

Angelika Wahl, Varrentrappstraße 67, 60 486 Frankfurt, Tel. 069 774583,

e-mail rech-wahl@onlinehome.de

6. Juli 2009, Montag, 19.00 Uhr

Frankfurt, Studierendenhaus / Campus Bockenheim

Die Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim" lädt ein:

Campus für Alle!

Rückblick auf Veranstaltung >>"Studierendenhaus unterm Hammer?"

Studierendenhaus unterm Hammer?Junge Welt 25.06.09:

Studierendenhaus soll verzockt werden

Widerstand gegen fortschreitende Privatisierung an Frankfurter Universität Gitta Düperthal

Dem Studierendenhaus der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main droht die Abrißbirne. Die hessische CDU-FDP-Landesregierung will das Grundstück verkaufen. Dagegen regt sich jetzt Widerstand. Auch ehemalige Studierende und Bewohner des Frankfurter Stadtteils Bockenheim, in dem die Universität gelegen ist, protestieren gegen den Verkauf des geschichtsträchtigen Hauses. 1953 wurde es unter anderem mit Mitteln der Alliierten fertig gestellt. »Die Amerikaner haben dieses Haus damals der Studierendenschaft zu demokratischen Zwecken und Debatten geschenkt«, empörte sich der Gesellschaftswissenschaftler Frank Nonnenmacher bei einer Informationsveranstaltung am Dienstag abend. Nonnenmacher bezeichnete das Haus als »eine Bühne der Gesellschaftskritik«.

 

Ehemalige Studierende erinnerten, daß das im Studierendenhaus gelegene Kommunikationszentrum (KoZ) stets ein Ort der politischen, sozialen und kulturellen Bildung gewesen sei.

 

Jetzt soll das mitten auf dem Uni-Campus gelegene Haus verzockt werden – zusammen mit weiteren der 130 zur Frankfurter Universität gehörigen Grundstücke, ergänzte Alexander Rausch vom Personalrat der Uni. Rausch analysierte die mit der fortschreitenden Privatisierung der Stiftungsuniversität verknüpften wirtschaftlichen Interessen der Universitätsleitung: Von den hehren Zielen im unter Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung Frankfurt und des hessischen Landtags Jahr 2000 verabschiedeten »Kulturvertrag« sei keine Rede mehr. Damals habe die Stadt auf eine Vielzahl von Grundstücken verzichtet und sie dem Land Hessen zur universitären Nutzung überlassen. Vereinbart worden sei: Das Land solle aus dem Verkauf dieser Liegenschaften resultierende Erlöse »für die Fortentwicklung der Universität sowie des Universitätsklinikums« einsetzen. Jetzt beabsichtige die CDU-Landesregierung, sich mit den Grundstücks­erlösen am Aufbau des Stiftungskapitals der Universität zu beteiligen.

Dieses wird von der Verwaltung der Universität und dem Hochschulrat, in dessen Wirtschafts- und Finanzausschuß Rolf Breuer, ehemaliger Vorstandssprecher der Deutschen Bank, federführend ist, kontrolliert.

 

Die AStA-Vorsitzende Nadia Sergan ärgert insbesondere, wie wenig transparent diese Geschäfte getätigt werden. Einzig aufgrund einer Anfrage der Partei Die Linke in der Stadtverordnetenversammlung sei zu erfahren gewesen, daß Verkaufsverhandlungen mit interessierten Investoren bereits im Gang seien – aber keine weiteren Details.

 

Die seit 1. Januar 2008 zur Stiftungsuniversität umgewandelte Hochschule setze auf rein betriebswirtschaftliche Ziele; versteckt hinter Begriffen wie »Hochschulautonomie« und »Entstaatlichung«. Die Mitbestimmung der Studierenden werde weiter abgebaut.

 

http://www.jungewelt.de/2009/06-25/022.php

 

>>Den Beitrag von Frank Nonnenmacher anhören (MP3- 17 min. - low Qual.)

Den Vortrag von Alexander Rausch lesen:

Der Kulturvertrag und seine Auslegung

Die Geschichte des Kulturvertrages zeigt, dass zum Zeitpunkt des Abschlusses und der parlamentarischen Behandlung des Kulturvertrages alle Beteiligten davon ausgingen, dass der Universitätsstandort Bockenheim im Kern erhalten bleiben soll und die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften beherbergen wird. Die Naturwissenschaften sollten hingegen auf den Niederurseler Hang (heute: Campus Riedberg) verlagert werden und die Geisteswissenschaften auf den entstehenden Campus Westend. Die Kosten der Standortneuordnung der Universität sollte aus den Erlösen refinanziert werden, die durch den Verkauf der freiwerdenden Bockenheimer Liegenschaften erzielt würden. Beide Grundsätze des Kulturvertrages, die Zukunft des Campus Bockenheim und die Refinanzierung der Kosten der Standortneuordnung, wurden von der Universität einseitig ohne parlamentarische Diskussion, wohl aber mit Billigung des Magistrats der Stadt Frankfurt und der Landesregierung auf-gegeben. Der Bockenheimer Campus wird aufgelöst und die Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf der nicht mehr genutzten Liegenschaften in Bockenheim fließen zumindest zum Teil in das Grund-stockvermögen der Stiftungsuniversität, dessen Verwendung seinerseits nur sehr indirekt der öffent-lichen Kontrolle zugänglich ist. ...

>>Den vollständigen Vortrag downloaden (PDF)

 

 

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